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Dienstag, 17. Juli 2012

Angehörige als Co-Therapeuten?

Marianne Schumacher argumentiert:
Angehörige sollten nicht in die Rolle des Familientherapeuten schliddern. Sie plädiert für Distanz: Keine bohrenden Fragen, keine Ratschläge an die Adresse der Betroffenen. Wenn Sohn oder Tochter merken, dass sie und ihre Krankheit nicht mehr der Lebensmittelpunkt der Eltern sind, kann das die familiäre Beziehung entspannen.

Schön, wenn es so einfach wäre - trotzdem haben die Argumente auch was für sich, oder?!

Donnerstag, 21. Juni 2012

Sich arrangieren

Politik heißt, sich mit dem Unvollkommenen zu arrangieren, soll Bundespräsident und Pastor Joachim Gauck gesagt haben.

Gestern hatten wir wieder Gesprächsrunde. Eine Teilnehmerin mit krankem Sohn hat nur den einen Wunsch: Mein Sohn soll gesund werden. Außerdem fühlt sie sich schuldig an der Krankheit.

Ich denke, keiner hat Schuld an der Krankheit des anderen. Jeder, auch die Kranken, sind selbst verantwortlich, und wir müssen lernen, die jeweilige Krankheit unserer Angehörigen zu akzeptieren und nach uns selbst schauen und uns mit dem Unvollkommenen arrangieren.