Literatur


Empfehlungen, Rezensionen, etc.

Mona Okada
Am Leben stirbt man nicht so leicht
Zwei Zitate aus dem Buch:

Hendrik, der Sohn von Freunden,
hübsch, klug, zwanzig Jahre alt. Klinisch depressiv, mit Tabletten gut versorgt. 
"Wie können wir nur helfen", fragte der Vater, fragte die Mutter. Medikamentenmüde ließ Hendrik die Tabletten weg. Der Junge ist erwachsen, lassen wir ihn, er wird wissen was er tut.
Hendrik wusste es. An einem Frühsommertag im Mai ging er in den nahen Wald und erhängte sich.


Für Leonie

Merkwürdig leicht
tragen mich meine Füße
hinüber zum Birkenhang.
Als wären sie schon losgelöst vom Boden
der mich trug,
nun zwanzig Jahre lang.

Auch meine Gedanken,
so federleicht.
Ich gehe nun,
geliebte Schwester,
denn selbst für einen einzigen Tag länger,
hätt' mein Mut nicht gereicht.

Dein Bruder Hendrik





Asmus Finzen
Schizophrenie - die Krankheit verstehen
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